Am 14. September 2002 wurde Humphrey aus Alsdorf-Hoengen abgeholt!
Die Autofahrt wurde auf dem Schoß von Annette gemacht. Ich musste mich um das Fahren kümmern. Es ging ALLES glatt!
Wir hatten uns die ganze Sache schwieriger vorgestellt. Es ist nämlich unser erster Hund und Jeder sagte: "Und dann so einen Terrier?!?!"
Aber wie das so ist. Es kam anders als ALLE erwartet haben. Ich hatte mir 14 Tage Urlaub genommen und mich darauf vorbereitet alle 2 Stunden raus zu rennen, unsere Möbel zu retten...... Aber der Kerl hat die erste Nacht schon 6 Stunden durch gehalten. Nach einer Woche schläft er 9 Stunden durch und ist auch sonst problemlos. Sitz und Komm sind eine der leichtesten Übungen und das Hören klappt eigentlich ganz gut. Die Möbel bleiben ganz und nach einer Woche bleibt er auch schon mal eine halbe Stunde alleine. Viel draußen und andere Eindrücke sammeln (Menschen, Geschäfte, Autos, andere Hunde....) sind sehr wichtig, so wird der kleine Kerl meiner Meinung nach sehr ausgeglichen. Arztbesuche waren kein Problem. Ich habe erst einen Probebesuch mit Termin gemacht, so zum testen und dann lief alles ohne Theater ab.
Zum Auto fahren haben wir uns eine Transportbox angeschafft und die nimmt Humphrey auch sehr gut an. Rein in die Box und schlafen oder dösen. Dabei muss man bedenken, die Box ist in meinem alten Suzuki Jeep installiert und das rappelt dort ordentlich! Außerdem haben wir jetzt eine größere Box auch in der Wohnung! Dort schläft oder döst Humphrey auch am Tag. Natürlich bei offener Tür. Wenn wir Ihn alleine lassen wird die Tür zugemacht!! Es ist wirklich sicherer für den Hund und der Platz reicht aus. Am Anfang habe ich immer ein Diktiergerät daneben gestellt, um zu hören was der kleine Racker macht. Er hat die ersten zwei Tage nur vielleicht 1-2 Minuten gewinselt und war dann ruhig. Jetzt hat er sich an die Box gewöhnt. Wenn wir nach hause kommen wird Humphrey sofort raus gelassen, freudig begrüßt und es geht auch vor die Tür. Zu Anfang haben wir Zweibeiner es maximal 2 Stunden ausgehalten, aber das reichte auch. Länger als 3-4 Stunden würde ich den Racker auch nicht in der Box verschlossen lassen. Natürlich kommt er nur in die Box wenn es gar nicht anders geht. Sonst ist er immer mit dabei.
Aber ich will nichts schön schreiben: "Konsequenz und Lob" sind die Zauberworte. Immer wieder korrigieren und sich nicht auf der Nase rum tanzen lassen, dass ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Und mit ZWANG erreicht man bei dieser Rasse GAR NICHTS! Man kann schon energisch und schnell dem Kerl klar machen was man will oder nicht, aber wenn er dann es richtig macht braucht er auch sofort Lob! Welpenspielgruppe - Junghundeausbildung ...... sind natürlich mit dabei. Was der Hund da erlebt oder lernt, geht meiner Meinung nach nicht auf einem Spaziergang. Es sind die anderen Hunde die diese Stunde so interessant für den Hund machen.
An der Leine lief er von Anfang an Klasse und ohne Leine macht es uns allen noch mehr Spaß. Allerdings leine ich Humphrey an Verkehrsstraßen und in Ortschaften immer an. Ich kann jetzt jeden Hundebesitzer verstehen der seinen Hund als Familienmitglied sieht. Wenn mir Jemand vor ca. einem Jahr gesagt hätte, dass ich abends auf der Wiese stehe und meinem Welpen sage: " Nun mach schön Pippi!" dann hätte ich Ihn für verrückt erklärt. Oder dass wir durch den Wald oder über Felder toben und uns mit dem Hund unterhalten hätte ich auch nie gedacht. Aber es macht und Dreien mächtig Spaß.
Man hatte uns immer gewarnt "Seien Sie sich nicht so sicher - was der Kerl heute gut macht, kann er morgen total anders machen!" Stimmt!!!!!!!!!! Es gibt die, wie ich es immer nenne "Terrier Tage!" Da wird grausig an der Leine gezerrt, Kommen auf Zuruf löst bei mir schon fast Heiserkeit aus, geh ich nach rechts will er nach links und und und! Aber das haben wir vorher gewusst. "Ist halt ein Terrier" Ich finde das nicht weiter schlimm, man muss nur an diesen "Terrier-Tagen" starke Nerven haben und den Hund noch mehr korrigieren. Man hat das Gefühl, dass der kleine Kerl es echt austestet wie weit er gehen kann. Wenn es dann mal richtig "kracht" ist Ruhe. Mit "krachen" meine ich natürlich die sofortige Korrektur und auch mal ein paar scharfe Worte! Aber diese Tage sind eher selten oder wenn er stark abgelenkt ist. z.B. in der Welpenspielgruppe wenn man so richtig schön toben kann.
Das mit dem Loben ist wie mit der gerollten Zeitung! Ich habe mal in einem recht guten Buch folgendes über Loben und der gerollten Zeitung gelesen! Zitat: Loben Sie, aber richtig! Loben Sie ihren Hund sofort, nett und mit freundlicher klarer Stimme. Wenn die anderen Passanten auf der Strasse (also die "Nicht-Hunde-Besitzer") Sie total merkwürdig ansehen und im Gesicht der Ausdruck auftaucht: "Was ist das denn für Eine/Einer" dann haben Sie alles richtig gemacht!! Die gerollte Zeitung Wenn ihr Hund mal wieder etwas gemacht hat, während er durch Sie unbeaufsichtigt war, dann nehmen Sie eine Zeitung - Rollen diese zusammen - und schlagen sich mit der Zeitung mehrfach selber gegen den Kopf. Dabei sagen Sie immer wieder den Satz: "Ich darf meinen Hund nicht unbeaufsichtigt lassen!" Ihr Hund wird sich vor Lachen auf dem Boden kringeln und nach fünf bis sieben dieser Übungseinheiten werden Sie es wohl begriffen haben!!! Ich persönlich denke, diese beiden Zitate sagen alles über gute Hundeerziehung aus!
28.10.2002
Humphrey kann schwimmen!Aber es war unfreiwillig gelernt! Ich dachte immer "Wann springt er wohl in den Teich?" Ich hab den kleinen Kerl aber nie übermäßig animiert! Beim Spaziergang (Toben ohne Ende), war es passiert! Humphrey steht an einem Teich der im Uferbereich mit Blättern bedeckt war! Was passiert also? Der unerschrockene Terrier macht einen Satz auf den vermeidlich festen Boden! Und? Schwupp, weg war er! Ich (Wir) hatten uns total erschreckt! Es dauerte so ca. 1 Sekunde (für uns waren es bestimmt 100) und da tauchte Humphrey wieder auf. Ich hab Ihn sofort gerufen und siehe da, er kam zum Ufer geschwommen. Jetzt kam die Schwierigkeit Nr.2! Das Ufer war recht hoch, aber der Kerl kletterte sehr gut aus dem Wasser und war doch richtig froh uns wieder zu sehen. Da wir noch 20 Minuten bis zum Auto hatten und es doch recht kalt war, musste mein Pullover als Handtuch dran glauben. Hund abtrocknen und dann ging es im schnellen Schritt zum Auto zurück. Aber Humphrey fand das alles total in Ordnung und der Teich gefiel im richtig gut. Er wollte zwar nicht mehr sofort in den Teich rein, aber ich denke das war ein guter (unfreiwilliger) Anfang. Beim Rückweg wurde wieder ordentlich gerannt, geschnüffelt und getobt!!!
Dezember 2002
Der Welpenkurs ist zu Ende - und es geht weiter! Ja jetzt können wir es selber schreiben: Ein Welpenkurs ist ein muss. Es hat Humphrey viel gebracht! Nach dem Welpenkurs sind wir einmal die Woche (Sonntags) mit den anderen Hunden der OG Witten spazieren gegangen. Aber alles immer mit Ausbildung. Fuß - Sitz - Platz - Ablegen ..... Humphrey brauchte nur Sitz machen! Aber beim zweiten Termin merkte man wie der kleine Kerl sich schon einiges von den anderen großen Hunden abgeguckt hat. Außerdem bekommen wir auch noch eine Menge Tipps von den erfahrenen Hundführern. Ab Januar geht es dann noch zusätzlich einmal pro Woche in die Jungehundeausbildung. Es zeichnet sich ab, dass Humphrey wohl ein recht guter Agility - Hund wird. Mal sehen. Ansonsten lernt Humphrey jetzt gerade Platz und vor allen Dingen BLEIB, auch wenn wir uns von Ihm entfernen. Bis zum Junghundekurs sollte Humphrey das aber drauf haben. Wir Drei genießen die Winterspaziergänge und natürlich ohne Leine. Es macht sehr viel Spaß und Humphrey hört auch sehr gut auf uns Beide.
Jahreswechsel 2002/2003
Humphrey kann warten! Das muß ich einfach hier berichten. Humphrey hat jetzt schon mehrfach (auch bei Saukälte) vor der Bäckerei angebunden gewartet. Er macht dort immer schön Sitz, sieht sich die Leute an, sonnt sich im Lob der Leute wie toll er ist und macht keinen Terror. Ich verabschiede mich immer von Humphrey und dann macht der Kerl "Sitz" und achtet auf die Tür in der ich verschwunden bin, denn da muss ich ja auch wieder rauskommen. Dann wird ordentlich gelobt und Humphrey freut sich als ob er mich zwei Jahre nicht gesehen hat.
Februar 2003
Das Training zur Schau
Jetzt hatten wir uns entschieden! Wir haben uns eine Schau des KfT angesehen und wollten das auch machen. Zur Zuchtschau muss Humphrey ja sowieso, da er ja in die Zucht gehen soll. In unserer Ortsgruppe wurden Glen of Imaal ausgestellt. Steffi (Züchterin der Glens) machte mir das Angebot mit ihrem persönlichen Trainer das Training für den Ausstellungsring zu machen. Das war schon mal der erste Schritt und von Steffi total nett! Dieter (der Trainer) stellt selbst einen Cairn Terrier aus und ist sehr kritisch. Erst musste Humphrey laufen lernen (son Quatsch, kann er doch)! Aber das Laufen im Ring ist schon etwas anderes. Nicht nur Humphrey musste laufen lernen, sondern auch ich. Wir mussten erst einmal die Geschwindigkeit raus finden, bei der es gut aussieht! Dann durfte Humphrey nicht hoppeln, nicht hoch springen und das Schwierigste war "Das Sitz wieder weg zu bekommen!" Der arme Kerl war am Anfang ganz daneben. Er dachte bstimmt: "Sonst freud sich Norbert immer wenn ich sitz mache und jetzt immer dieses Kommando STEH!" Es hat ein paar Leckerchen gekostet!!! Aber was ich ganz erstaunlich finde, Humphrey kann es jetzt schon unterscheiden was an welcher "Leine" gemacht werden soll! Hat er die Vorführleine um macht er STEH und bei den anderen Leine macht er SITZ. Beim Training kann ich nur nicht das Leckerchen in derHand halten. Sonst "Schnapp" spring er hoch und holt das Leckerchen! Auch aus dem ausgestreckten Arm! Leckerchen in der Tasche und zum Schluss geben ist in Ordnung. Ich übe jetzt am Anfang täglich so 5 Minuten und Samstags mit Dieter so 20 Minuten. Das reicht, alles was länger dauert macht Humphrey unkonzentriert. Was wir auch täglich machen (oder besser meine Frau), morgens auf den Tisch (Trimmtisch oder ein höherer Tisch) und dann bürsten. Zusätzlich noch die Zähne nachsehen und schon ist Humphrey fertig. So gewöhnt sich der Kerl auch an den Tisch. Das mit dem Zähne kontrollieren und befühlen sollte auch mal eine andere Person machen. Auch hier ist Humphrey recht geduldig. Am 9. März 2003 ist es soweit "Die erste Show - in der Puppy Klasse". Wir sind schon ALLE gespannt. Zum ersten Mal "richtig" getrimmt
Wenn so ein Racker so vor sich hin pubertiert will er ja auch gut aussehen und außerdem soll es ja auch zur Schau gehen. Meine Selbstversuche im Trimmen waren zwar keine Katastrophen, aber auch nicht so der richtige Erfolg. Ich hatte zum Glück einen Termin bei Illa Roleff der Verantwortlichen des Zuchtbuchamtes des PJRTCD. An diesem Tag war Angela Tagliaferri (eine nette Züchterin) da. Angela sollte meiner Frau nur mal kurz zeigen wie man "richtig" trimmt. Ja und wie das so ist, Angela war so richtig in Fahrt und Humphrey steht ja auch schon super auf dem Tisch (siehe Ringtraining) und RuckZuck war der Terrier schön und wir haben es auch begriffen wie man "richtig" trimmt! Es ist schon sehr schön wie viel Hilfe und Tipps man bekommt und das es noch so nette Leute gibt. Danke!
Unsere erste Schau 09.03.2003 Man war das Aufregend!
Für mich als Hundeführer mehr als für Humphrey. Aber es hat sich gelohnt. Humphrey hat ein VV (vielversprechend) mit einer super Bewertung bekommen: Scherengebiss, Vollzahnig, kräftiger junger Rüde, gute Substanz, harmonisch im Gebäude, typischer Kopf, korrekte Augen und Ohren, kräftige Front, korrekter Winkel der Vorder- und Hinterhand, kräftiger Brustkorb, korrekter Rutensitz, korrekt in Haar und Farbe, freie Bewegung, hinten etwas eng und vorne etwas lose. Die beiden letzten Punkte sind ganz klar bei einem 7 Monate alten Rüden. Danach waren wir Beide so motiviert und sind noch im Wettbewerb um den besten Jüngstenhund aller Rassen angetreten. 10 Hunde und alles diese schönen Rassen wie Scottish, Kerry Blue, Westi, Cairn, Sealyham, Sky und ein schöner Parson Russell Terrier. Na und? Humphrey hat den vierten Platz nach einem Scottish, einem Kerry Blue und einem Cairn Terrier geholt. Er war der jüngste Hund unter allen zeghn Hunden! Das war schon Klasse mit den Champions in einer Reihe und Foto. Das macht Lust auf mehr.
Der erste Urlaub März 2003
Im März 2003 ging es auf die Nordseeinsel Langeoog. Für uns war das schon sehr spannend. Autofahrt - Schifffahrt - Bahnfahrt - Unterkunft !
Was macht der Hund? Also vorab, er hat alles super überstanden und sich sehr wohl gefühlt.
Vor allen Dingen die Spaziergänge auf der noch leeren Insel. Strand ohne Ende - Laufen - Spielen - Graben ..........................................
Wir konnten sogar in den Schutzgebieten ohne Leine gehen. Da mussten wir zwar auf Humphrey achten, dass er nicht in die Wiesen oder Dünen tobt, aber auch das hat er mit einer Ruhe gemacht die schon Stolz macht. Was auch neu war, Restaurant gehen! Wir sind jeden Abend essen gegangen und Humphrey mit. Humphrey lag unter dem Tisch und war zufrieden oder müde! Wenn wir das Lokal dann verlassen haben hörten wir so Stimmen wie: "Och, die hatten ja einen Hund dabei!" Ist schon prima. Was wir auch gut geübt haben war: Vor dem Bäcker auf Norbert warten! Jeden morgen zum Bäcker - Hund anleinen - Sitz und dann totale Freude wenn Norbert wieder da war. Humphrey blieb ruhig draußen sitzen, ließ die anderen Fußgänger und Hunde in Ruhe und maulte nicht rum.
Alles in allem können wir sagen: Urlaubsfest und wir freuen uns auf den nächsten Urlaub mit Hund!
Der Wesenstest 29.03.2003
Am 29. März 2003 ging es zum Wesenstest des PJRTCD nach Goch.
Erste Hürde, Humphrey hatte vier Tage vorher seine zweite Zeckenimpfe bekommen und war etwas platt.
Zweite Hürde: 05:30 Uhr ging auf einem Samstag der Wecker!!!!!!!!!!!!!!!!!!
In Goch habe wir dann beim Aufbau geholfen. Dann zur Meldestelle! Man war ich nervös! Die Hunde müssen alle im Auto warten, damit der geprüfte Hund durch nichts abgelenkt wird. Das heißt auch, lange Wartezeit für die Hunde, da für jeden Hund ca. 30 Minuten gebraucht wird. Nach einer Ansprache der beiden Wesenssachverständigen (also die Prüfer) ging es los.
Für alle die solch einen Test mal mit ihrem Parson machen wollen "Es wird nur der Hund geprüft und er braucht nichts zu können!"
Ich denke jeder Hund der ein gutes "Wesen", ob er nun jagdlich, sportlich oder als guter Familienhund geführt wird, besteht dies Test!
Es wurde gefragt wie der Hund gehalten wird, was an Ausbildung gemacht wird, wie er eingesetzt wird und und und
Dann wurde die Führerbindung (ob er hinter einem her ist), Spieltrieb, Ablenkung u.s.w. geprüft. Natürlich wurden auch eine Einkaufpassage, Menschenansammlung (hier sind dann alle Teilnehmer dran) und Bedrängung durch Menschen getestet. Danach ging es zu den optischen und akustischen Reizen: Plane, Netz, Vogelscheuche, Tonnen, Kanister, Ketten rasseln, Kettensäge ....... kam hier zum Einsatz. Dann wurde die Schussfestigkeit und die Wasserfreudigkeit überprüft und alles war überstanden.
Was mir besonders auffiel war, der unterschied von einem jagdlich geführten und einem sportlich geführten Hund (also Humphrey). Die anderen Hunde waren alles Hunde aus dem Jagdeinsatz. Diese Hunde interessierten sich stärker für "Wildreize" als unser Humphrey und Humphrey folgte mir auch ohne Leine sehr stark auf Fuß. Das merkten auch die Prüfer und fanden das auch in Ordnung! Hier zeigte sich doch schon der Unterschied in der Ausbildung. Wo wir versuchen Humphrey weg zuhalten -> "WILD", da wird der jagdliche Hund zu erzogen. Und das Fuß folgen ist eine Konsequenz von der Kursen in der Unterordnung. Nicht das die jagdlichen Hunde wie die Wilden über das Gelände tobten, nur Humphrey hang mir doch etwas mehr auf dem "Hacken".
Alle Hunde hatten den Test bestanden und es war ein sehr schöner interessanter Tag. Wir haben nette Leute kennen gelernt und auch viel über den jagdlichen Einsatz gelernt.
Wer macht was? Aufteilung!
April 2003
Mitte April kam dann die Endscheidung: Grundausbildung - Begleithundevorbereitung - Agility - Ringtraining! Wer macht was?
Da Humphrey ja der arme Kerl ist, der dies alles unterscheiden muss, hatten wir uns überlegt, dass Annette das Ringtraining übernimmt. Dieses Ringtraining für die Schauen ist ja meist auf Loben und Leckerchen aufgebaut. Außerdem läuft Humphrey bei Annette an der Vorführleine besser und das Ganze sieht auch harmonischer aus. Annette hat die bessere Stimme (höher) und die bessere Schrittlänge als ich.
Die dunkele bestimmte Stimme und das etwas energischere lag mir etwas mehr. Da ich mit Humphrey auch immer auf dem Hundeplatz trainiert hatte und auch mehr so der Schmuddeltyp (Hund und Norbert sind nach dem Platztraining immer gleich dreckig) bin.
So hat es Humphrey auch etwas einfacher, den Unterschied zu merken wann er SITZ und wann er STEH machen soll.
Annette sahnt mit Humphrey jetzt auf den Schauen die ganzen Preise ab und ich muss dem Hund die anderen Dinge lernen Sitz - Platz - Vor - Komm .....
Ich habe etwas mehr Zeit und wir können uns Jeder auf die eine spezielle Sache konzentrieren.
Aber ALLES mit viel Spaß und Freude für Hund und das andere Ende der Leine!
Die Schauerfolge und die begleitenden Probleme! Juni 2003
Nachdem jetzt alles geklärt war, mit Unterordnung und Zuchtschauen, ging es hinein in das Vergnügen! Wir hatten von Anfang an zwar nicht die Superbewertungen aber es wurde immer besser je älter Humphrey wurde. Es kam dann Schlag auf Schlag. Ein Jugend-CAC nach dem anderen!
Das Problem war nur, Humphrey kam nicht mehr so oft zum Agility und wir haben auch in der Unterordung etwas geschludert!
Das merkte man dann so ab Ende Mai! Außerdem merkte der kleine Racker langsam aber sicher, dass er ein echter Terrier war. Bedeutet: Wieso soll ich immer hören, ich kann doch machen was ich will. Also bin ich seit Ende Mai zweimal die Woche auf einem Einzeltrainingsrundgang mit Humphrey gegangen. Dabei üben verstärkt diese Sachen wie Sitz - Vorsitz - Platz u.s.w. Seitdem geht es wieder besser. Agility machen wir leider nicht mehr so regelmäßig, aber wenn die Schauen weniger werden, greifen wir auch da wieder an. Im Urlaub hat sch Humphrey dann eine schöne Magenschleimhautentzündung geholt. Er war dann häufig lustlos und es wird sehr schwer Ihn für eine Zuchtschau zu motivieren. Mit viel Geduld, einer Diät und auch wieder die besagte Konsequenz haben wir die Zeit auch überstanden. Wir haben alle unsere Schauen bisher gemacht, die wir auch gemeldet haben.
Die Terrier sind schon etwas robuster was solche Krankheiten angeht. Seit Ende Juni weiß Humphrey auch, dass er (wie in den Richterbeurteilungen immer steht) ein "kräftiger Rüde" ist. Humphrey hat ja ein sehr freundliches Wesen und kann eine Menge Terror vertragen. Nur jetzt hat er auch seine erste echte Parson-Russell-Terrier-Keilerei hinter sich. Zum Glück war ein erfahrener Züchter dabei, der mir genau zeigen konnte was man dann macht.
Hunde an Hals festhalten und sofort runter auf den Boden drücken. Ein Zeit warten bis die Rocker sich beruhigt haben und dann die Hunde auf Verletzungen untersuchen. Die Verletzungen waren zum Glück nichts, der ein Rüde blutete etwas an den Lefzen und Humphrey hatte eine Schramme am Hinterlauf. Sonst war zum Glück alles in Ordnung! Das "Runterdrücken" sollte auch eine fremde Person machen, die den Mut hat und gerade in der Nähe ist und dies auch kann. Wenn nicht muss man selber ran. Man merkt hat das Humphrey älter wird. Wir achten natürlich jetzt darauf, dass aus Humphrey nicht so ein echter Raufbold wird.
Nach der Keilerei war auch schon wieder alles in Butter, die Fronten waren abgesteckt und es wurde wieder richtig getobt. Erstaunlich war das die beiden Rüden sich auch auf engstem Raum geduldet haben. Auch die sehr kleine Welpen werden wie immer geduldet und können ordentlich nerven.
Die Dickkopfphase ist da! Juli/August 2003
Na endlich, ich dachte schon es passiert nie! Nach dem vielen Lob auf den tollen Humphrey, sind wir jetzt in der "Dickkopfphase"! Klar es gab so mit 7-8 Monaten auch schon mal so eine Zeit, aber was jetzt abgeht ist schon Klasse! Auf "Komm" wird nicht mehr reagiert! Wenn beim Agility auf dem Platz eine Hündin ist (die vielleicht gerade noch heiß war), dann wird keine Kombination und schon gar nicht ein Parcours gelaufen! Und warum soll man nicht alles "anmaulen" was sich in "meinem Wald" bewegt? Das kostet schon Nerven! Am Schlimmsten ist das mit dem "Komm"! Da kann es schnell passieren, dass man sich zum Affen macht. Noch schwerer hat es Annette, Sie rangiert wohl in dem Terrierkopf noch unter mir und da kann man ja noch mehr Terror machen. Ich muss aber auch zugeben, dass wir diese einfachen Dinge wie "Komm" etwas vernachlässigt haben. Humphrey konnte ja schon so schwierige Sachen wir "Vorsitz" und "Fuß" und da dachten wir das "Andere" wäre drin! Aber das ist nicht so! Da kommt auch noch das "junge Alter" zum tragen! Jetzt ist wieder Arbeit angesagt! Nur mit "Komm" üben ist es nicht! Das ist jetzt ein Komplettpaket von der gesamten Unterordnung und Agility. Humphrey muss jetzt vom Kopf her gefordert werden und das in mehreren kleinen Einheit in der Woche. Zu viel darf es auch nicht werden. Vor allen Dingen muss er jetzt "neu" lernen wer der Chef ist! Aber für den abgenervten Leser! So schlimm ist es nicht!! Man muss nur halt die ganze Zeit immer konzentriert sein, Konsequenz und Autorität (nicht Brutalität) zeigen, dann klappt das auch. Natürlich kommt das Spielen und rum albern auch nicht zu kurz. Wir haben trotz allem eine Menge Spaß miteinander! Ich glaube in drei bis vier Wochen haben wir die Sache wieder im Griff! Alles wird gut!
Ende September 2003
Wie ich schon vermutet habe, wir haben jetzt einen anderen Hund! Humphrey ist jetzt ein Jahr bei uns und die Dickschädelphase ist auch vorbei. Obwohl das bei einem Hund wohl nie vorbei geht. Aber wir Menschen sind ja auch nicht anders. Die Endphase seiner Dickschädeligkeit hatte Humphrey in den kurzen Ich-hau-mal-eben-ab-dem-Jogger-hinter-her-Sprints oder was auch immer urplötzlich dran war. Auffällig war dabei, es passierte nur wenn ich (wir) unkonzentriert waren und der Hund gemerkt hat , jetzt kann ich es wagen. Die Sprints habe ich mit der Wurfkette weg bekommen. Wenn er ansetzte habe ich laut "Hier" gerufen und die Kette ist dann bei nicht gehorchen direkt neben Ihm eingeschlagen. Ein ordentlicher Anschiss und schon war alles in Butter. Nach kurzer Zeit reichte Kettenrasseln und schon war ich mir der Aufmerksamkeit des Hundes bewusst. Humphrey ist viel selbstbewusster geworden und kann sehr gut andere Hunde "einschätzen". Dabei haben wir immer wieder dieses ach so niedliche Bellen unterbunden. Jetzt wird nur noch gebellt wenn es nötig ist. Also wenn ich mal nicht sofort reagiere und er der Meinung ist "Kuck mal" oder der andere Hund sich etwas zu viel produziert! Aber das ist auch normal! Ansonsten hat er sein freundliches Wesen behalten und auch diese verschmitze Art die eine Hundeerziehung so schwierig macht. Ein Blick von diesem frechen Terriergesicht und es fällt einem sehr schwer jetzt den Hund zu erziehen. Manchmal muss man sich das Lachen verkneifen. Aber das macht diese Rasse so herzlich. Aber nach einem Jahr kann ich sagen: Das sind keine Hunde für Leute ohne Zeit, ohne Geduld und ohne Konsequenz! Wenn diese drei Dinge nicht vorhanden sind wird man keinen Spaß an dem Parson Russell Terrier haben. Genauso habe ich es erlebt: "Och dann gehe ich mit dem Hund joggen oder fahre zweit Stunden Fahrrad!" Das mag vielleicht bei anderen Hunden funktionieren, aber für mich sind Parson Russell Terrier "Kopfhunde". Die wollen auch vom Kopf her gefordert werden. Ein halbe Stunde Unterordnung auf dem Hundeplatz oder einen schönen Nachmittag Agility und dann ist der Hund wirklich ausgelastet. Was diesen Racker auch schafft ist eine Stunde Ringtraining mit vielleicht vier Hunden. Dieses "einfache" konzentrierte Arbeiten fordern Ihn mehr, als zwei Stunden mit mir und anderen Hunden durch den Wald toben. Wir genießen es auf jeden Fall und haben keinen Tag bereut. Nie wieder ohne Parson Russell Terrier!
Wir haben es übertrieben! Sep/Okt 2003
Nachdem es auf der Zuchtzulassung ein "Gut" gab und Humphrey auch sonst beim Training nicht so toll war, haben wir feststellen müssen, dass wir es mit dem Training etwas übertrieben haben. Also schöne ruhige Pause mit einigen Einheiten das uns der Kerl nicht über den Kopf wächst! Siehe da, es wirkt. Der Hund wurde wieder viel freier und hatte mehr Spaß und wir natürlich auch!! Mals sehen was es auf der nächsten Schau gibt. Aber davon machen wir dieses Jahr auch nur noch zwei! Es geht doch wieder schnell voran!
Ende Oktober/Anfang November 2003
Ich hätte es selber nicht gedacht! Ein oder zwei Wochen ganz ruhig, kein "hartes" Training, nur die Kommandos die Humphrey kann durchführen und schon haben wir einen anderen Hund! Er lief auf der Bundessieger 2003 im Ring wieder super und stand astrein auf dem Tisch. Im Wald hört er echt Klasse und beim Training macht er alles was von Ihm verlangt wird. Ich mache allerdings nichts neues und nur die Kommandos die er gut kann. Auffällig ist es wirklich im Wald oder auf "freier Wildbahn". Ein kurzer Pfiff oder "Hier" und der Kerl kommt angewetz! Kommando Fuß wird sofort ausgeführt und anleinen ist gar kein Problem mehr. Bis nächstes Jahr März werden wir so weiter verfahren und dann fangen wir wieder mit dem Ringtraining und dem BH Training an. Bis dahin sind wir nur Mensch und Hund!
Humphrey und sein "Haarproblem" Dezember 2003
Tja, das Problem mit dem Fell! Humphrey hatte ja Mitte des Jahres 2003 eine Magenschleimhautentzündung! Daraus wurde dann unser "Haarproblem". Dem kleinen Kerl gingen immer mehr die Haare aus und er hatte kaum noch Unterwolle. Auf der Bundessieger sagte Heike Schöngen (Züchterin) dann "Vielleicht ist das ein Zinkmangel" Diesem Tipp sind wir dann nach gegangen! Und so war es auch!! Dann bekam Humphrey folgende Mittel verpasst: Täglich 1 Tablette Zincum metallicum von der DHU (Deutsche Homöopathie-Union) zum Zinkaufbau, 5 Tabletten Cafortan als Breitbandvitamin Präperat und ein Füllung EFA-Z das Haarwuchsmittel für Hunde bei Dermatologischen oder Verdauungsproblemen und den damit verbundenen Haarausfall. Alles homöopathische Mittel die gut verträglich und auch abbaubar sind. Eine Überdosierung ist hier auch nicht so schädlich wie bei anderen Mitteln. Nach ein paar Tagen wuchsen die Haare schon sichtbar und jetzt nach so etwa 5 Wochen ist Humphrey schon ein kleiner Puscheltiger. Mit dem Trimmen werde ich aber bis zum Frühjahr warten. Man sieht jetzt aber schon wieder Unterwolle und Deckhaar. Wir haben einen fast fertigen Hund
März 2004
Seit Anfang des Jahres ist der kleine Kerl nicht mehr klein. Echt vernünftig aber doch sehr selbstbewusst stiefelt er durchs Leben. Gespielt wird nur noch wenn der andere Hund einem "angenehm" ist und dann aber mit richtig Schwung. Einer kleinen Keilerei geht Herr Rüde schon gar nicht aus dem Wege, wobei er eine Gewisse Geschicktheit (Geschwindigkeit) an den Tag legt. Herrchen oder Frauchen werden schon mal gar nicht angemacht und auch sonst ist Aufmerksamkeit angesagt. Er ist richtig "Arbeitsfreudig" was die Ausbildung angeht. Das BH Training macht Ihm und mir wirklich Spaß und ich hätte nie gedacht, dass dieser hektische Kerl in der Ablage bleibt ohne das man Ihn "festkleben" muss. Zu Hause ruhig und draussen ein echter Freund. So macht das Spaß! Jetzt ist der Rüde komplett
Juni 2004
Nach 14Tagen Hundeurlaub im Hotel Wolf können wir jetzt endlich behaupten "Der Rüde ist komplett". Humphrey hört immer noch sehr gut, nuuuurrr wenn Ihn jetzt einer Anmacht geht richtig die Post ab. Mann oder Frau muss richtig aufpassen und die Signale deuten um diesen Aktionen aus dem Weg zu gehen. Denn ich sehe es nicht mehr so: "Das machen die unter sich aus!" Wenn man einmal gesehen hat wie z.B. ein grosser Sennehundrüde sich mit einem kleinenTerrierrüden prügelt, hat man keine Bock mehr auf solche Auseinandersetzungen. Die meisten dieser "Revierstreitigkeiten" gehen wenn die Hunde ohne Leine sind gut aus und enden auch sehr schnell. Aber wehe ein Hund angeleint ist oder ein Hund hat einen gewissen "Knall" und kann nicht aufhören. Leider sehen wir Menschen dies ja den Hunden (und auch den Menschen) nicht an. Also eine gewisse Vorsicht ist schon nicht schlecht. Allerdings macht es irre viel Spaß mit einem Hunderudel von 19 Hunden unterwegs zu sein, worin der PRT der kleinste Hund an der Größe ist, die anderen Hunde sind dann Schäfer, Labis, Sennen...... Der kleine PRT hat alles im Griff und lernt sehr schnell seine Grenzen kennen und es ist einfach eine Freude zu sehen wie so viele verschiedene Hunde (und Menschen) miteinander auskommen. Bei der Ausbildung merkt man sehr schnell wenn der "selbstbewusste" Rüde wirklich keinen Bock hat oder echt überlastet ist. Wenig ist hier mehr. Lieber kleine Übungseinheiten und dann Pause als 60 Minuten Dauerstress.
Begleithundprüfung September 2004
Tja, 2004 wollten wir die Prüfung machen und wie das so ist haben wir etwas viel geübt! Somit war Humphrey irgendwann nicht mehr bereit irgend was zu machen! Also sechs Wochen Pause, die Zeit war noch da. Das ist mir aber sauschwer gefallen.
Nichts zu machen und dem Hund zu vertrauen. Aber es stimmt, danach ging alles viel besser! Jetzt aber zum Bericht über die Prüfung: So, für alle die es interessiert und die vielleicht auch noch eine BH vor sich haben, hier mal ein Bericht von der Prüfung:
Da „die Beste Ehefrau von ALLEN“ für das leibliche Wohl und die Abrechnung in unserer Ortsgruppe für die BH zuständig war, mussten wir um
06:00 Uhr raus aus den Federn
07:30 Uhr beim Bäcker sein
08:00 Uhr auf dem Hundeplatz und dann musste ich eine ordentliche Runde mit Humphrey gehen. Wer Humphrey kennt (oder die Geschichten) weiß „Keine Termine vor 10:00 Uhr“ und „Kein Stress vor 11:00 Uhr“ Der kleine Kerl hatte echt das Gefühl er wird gefoltert!
09:00 Uhr Humphrey wieder ab in´s Auto. Die anderen Teilnehmer, Helfer … sind auch schon da. Außerdem auch die Prüfungsanwärterin. Das kommt noch dazu!
09:10 Uhr Obwohl alle immer sagen: NOMO ist total cool! Bekomm ich doch so zeitweise ein paar Panikattacken!!! Der Leistungsrichter ist da! Scheint ganz nett zu sein!
09:30 Uhr Vier von uns (darunter auch ich) müssen den Sachkundenachweiss noch erbringen. Also Prüfungsfragen ausfüllen
09:50 Uhr Alle fertig – Auswertung – Alle bestanden – JIPPI erste Hürde genommen
10:00 Uhr Alle Prüfungsteilnehmer mit allen angeleinten Hunden auf den Platz zur Unbefangenheitsüberprüfung, Feststellung ob der richtige Hund da ist (also Chip und Tatoo) und etwas Ruhe reinbringen Humphrey ist als einziger Hund nicht gechipt! Der Leistungsrichter meint:“ NeNe zeigen Sie mir mal das Tatoo, ich will den Hund nicht verunsichern!“
HaHa, da kennt der aber einen PRT schlecht! Humphrey/Norbert und Judy/Heike sind als Erste dran. Judy läuft und Humphrey ab in die Ablage. HÜÜÜLLLLFFFEEE PANNNIIKKKKKK!
Aber erst mal die Meldung: „Hundeführer Norbert Morawietz meldet sich mit seinem Rüden Sun Moon Stars Humphrey zur Begleithundeprüfung!“ und ab in die Ecke!
Der Platz ist total matschig und nass und ich weiss schon was kommt! PLATZ!!! Der Blick sagt alles: HIER?!??!?! Biste irre??? PLATZ!!! OK, schrei nicht so rum, es ist noch Nacht! Humphrey liegt und ich zuckele los! Ca. 30 Meter mmmmm reicht! Ich dreh mich um: AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH Humphrey sitzt und ich hab das Gefühl die Mistbacke grinst! Na super, aber der Leistungsrichter guckt und sagt nichts! Mir ist schlecht! Derweil geht Heike mit Judy über den Platz. Judy geht an der Leine noch recht gut, obwohl Sie schon etwas dahinter ist. In der Freifolge ist das noch viel extremer. Außerdem fehlt auch etwas die Geschwindigkeit! Die Zuschauer halten alle den Atem an, als Sie Humphrey im Sitz sehen. Heike und Judy bringen ihren Leinen und Freifolgeteil hinter sich und jetzt nur noch den Teil: Sitz und Platz aus der Bewegung und rein rufen des Hundes. AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH Humphrey steht auf und der Leistungsrichter sieht es. Ich bekomm fast einen Herzinfakt! Wenn jetzt Heike Judy rein ruft!!! Humphrey hat schon den Blick drauf: Da geh ich hinter her!! Ich halt das nicht aus, mir wird schon wieder übel!!! Was passiert: Diese kleine Mistbacke setzt sich wieder ganz entspannt hin und hat sich nicht einen Millimeter von dem Platz gerührt! Oben von den Zuschauern hört man richtig ein Ausatmen!!! Heike bringt auch diesen Teil hinter sich, wobei das rein rufen echt Klasse gelingt, mit Supervorsitz und astrein auf Fuß. Der Leistungsrichter zeigt mir das ich meinen Hund abholen soll. Das klappt prima! Humphrey wird auch ordentlich gelobt!
So, Judy in die Ablage! Rein in die Matsche! Aber Judy ist platt und froh das Sie liegt. Jetzt unser Auftritt! Humphrey dachte wohl: So jetzt hab ich Herrchen bei der Ablage ordentlich gestresst, nun mach ich mal 1A!
So gut haben wird Beide den Leinen- und Freifolgeteil noch nie hingelegt! Super auf Fuß, beim Halt Sitz ohne Kommandos, astreine Geschwindigkeit und bei den Bögen und Wenden sah es nicht geübt aus, sonder der Hund folgte dem Kommando! Jetzt noch den Sitz und Platzteil aus der Bewegung! PLATZ?!?!?
Humphrey meint: Hab ich Dir doch vorhin schon erklärt: Nicht in dieser Matsche!!! Mach ich nur wenn ich Bock habe oder im Moor wühlen darf!!! Dafür schaffe ich die 30 Meter beim rein rufen in 0,5 Sekunden. BREMMMSSSSSS, blödes Vorsitz leider etwas schief! Fuß! Klasse!! Zurück zum Leistungsrichter!
Der guckt mich fragend an: Na und?
Ich: mmm?
Er: Unterordnung beendet!
Ich grins: Na klar!
Er: Nein, sollen Sie sagen!
Auaaaa! Hatte ich irgendwie verdrängt! Aber er nimmt es mit Humor! Jetzt folgt die Besprechung mit der Anwärterin und dann die Bewertung! Spannung pur! Heike und Judy sind nicht so gut weggekommen. Zu wenig Dynamik, keine sauberes Fuß und irgendwie fehlte der „Biss“ Außerdem zu viele unerlaubte Führerhilfen (Handzeichen) Aber bestanden! Wenn der Straßenteil gut wird! Jetzt Wir! Boah, alles gut!!! Ich fass es nicht!! Bis auf die Führerhilfen beim Kommando Platz, da zeige ich auch immer noch, das gefiel Ihm nicht und das Humphrey beim rein rufen nicht im Platz lag und im Vorsitz etwa schräg. Aber das hatten wir mit unserem schnellen Lauf und dem sauberen Fuß wieder raus gerissen. Ja und die Ablage! Jetzt kommt es denk ich, jetzt versenkt er uns! Kein Ton, denn der Hund blieb ja auf der Stelle und hat sich nicht bewegt oder sich aus dem Wirkungskreis den Hundeführers entfernt! Bestanden! Wir runter vom Platz und erst mal ab in den Wald! Baoooaaaa GLÜCKLICH!!
Als wir zurück kamen war die Welsh Hündin schon durch und unser Freund mit einem Terriermix war auf dem Platz. Bei den Kommandos hört ich schon, das geht schief. Da lief nichts zusammen. Außerdem ist der Hund in der Ablage abgehauen zu einem Busch und hat erst mal „Stress gepinkelt“ Durchgefallen! Beim nächsten Pärchen muss unsere alte Glen Hündin dran glauben. Der Hundeführer ist mit seiner 11 Jahren alten Hündin kurzfristig eingesprungen, da der Partner dieses Gespann ausfiel. Das verdient alle Anerkennung und ohne etwas üben geht es halt nicht so gut! Humphrey´s Kumpel Jordi (ein Irish) hatte dafür alles gut gemacht. Meiner Meinung nach genauso gut wie Humphrey, aber hinter her hieß es Humphrey war besser. Dann kamen noch unsere Gäste aus Düsseldorf ran: Ein Lakeland und eine Australian Sheppard! Waren aber Profis und hatten die ganze Sache souverän im Griff! Bestanden! Jetzt war erst mal Mittagspause und wir konnten uns entspannen.
Vor dem Straßenteil hatte alle nicht so viel Angst. Vorab, alle Hunde sind durch den Straßenteil gekommen. Der Leistungsrichter hat sich hier sehr viel Zeit genommen und war sehr genau. Am Ende der Prüfung hieß es, das war der strengste Leistungsrichter die letzten drei Jahre bei uns! Humphrey hat beim Straßenteil natürlich noch ein paar Einlagen gegeben. Der Leistungsrichter schwätzt nett auf Humphrey ein und was macht der Racker: „wenn der so nett ist kann ich doch auch mal gucken was er in der Tasche hat“ Aua!!!! Na ja, der Leistungsrichter meinte dann „Lassen Sie den Hund mal Sitz machen!“ und machte die Aktion noch einmal. Dann war Humphrey auch nicht so dreist! Danach kam dann irgendwann die Siegerehrung und dann haben wir die Hunde erst einmal richt toben lassen. Zum Schluss gab es noch ordentlich Sekt und alle waren glücklich und zufrieden. Der Leistungsrichter meinte noch zu Humphrey und mir: Machen Sie bloss weiter, da ist noch richtig Potenzial drin!“ Na klar!!! Nur auf die Frage: Was jetzt noch ansteht? Hab ich Ihm geantwortet: Semesterferien!!! Ich habe mich entschieden, je nachdem wie viele Teilnehmer wir nächstes Jahr haben, mache ich die Prüfung wieder mit. Jetzt sehe ich das ja alles gelassener!
Das WICHTIGSTE meiner Meinung nach für die zukünftigen Prüfungsteilnehmer: Geht zügig bei dem Leinen und Freifolgeteil, damit das Ganze dynamisch und sportlich aussieht! Und außerdem: Es ist nur Hobby und der Hund ist hinterher der Gleiche, egal wie die Prüfung läuft!
Na Super! Es ist doch passiert! Hetzjagd! Was tun wir dagegen?
August 2005 Nun ist es doch passiert!!
Die kleine Rakete hat ein Reh gehetzt! Wir haben aber durch viele Freunde eine Menge Tipps bekommen, wovon der Rudelausschluß der BESTE war. Ich beschreibe hier mal ein paar Dinge mit denen wir arbeiten! "Platz!" - Die Notbremse am Hund. Ich habe Humphrey immerin wildreichem Gelände beschäftigt. Aber was auch noch eine gute Hilfe ist = "PLATZ" In allen Lebenslagen und "PLATZ" ist keine Belohnung sondern Unterordnung bei der der Hund sich sicher fühlen muss. Bei einem Terrier eine "sauschwere" Arbeit die viel Geduld fordert! Hetzen verhindern!! Diesen Tipp habe ich aus Angst der Hund könnte sich verheddern noch nicht ausprobiert! Man soll eine können Sie auch eine kurze (ca. 20-30 cm) Schnur mit einem kleinen Gewicht an seinem Halsband befestigen. Beim schnellen Lauf schlägt dieses Gewicht dann hin und her und stört viele Hunde so stark, dass ihnen die Auslebung des Jagdverhaltens verleidet wird. Na ja, einen Terrier durch so etwas aufhalten???? Und wenn es dann doch passiert?????? Ab ins Gebüsch ... Es heißt, man soll einen Hund nie strafen, wenn er nach einem "Ausflug" zurückkommt. Das ist richtig bei einem Welpen und Junghund. Ich vertrete aber jetzt die Ansicht, wenn ich den Hund immer nur lobe wenn er zurückkommt, wie soll er dann wissen, dass mir sein Verhalten absolut "MIST" finde????? Klar, zuerst sollte der Ausflug gar nicht passieren! Aber das funktioniert eben nicht immer. Humphrey (und JEDER andere Hund auch) ist keine seelenlose Maschine, die man einfach abschalten kann. Aber die folgende Aktion unterscheidet sich doch von den anderen "Begrüßungen" - Man darf den Hund auf keinen Fall strafen, wenn man ihn irgendwo auftauchen sieht und ihn dann nochmals ruft. - Niemals den Hund auf sich zukommen lassen, wenn wir ihn "so regeln" wollen - sondern auf ihn zu gehen oder besser forsch schreiten! - Das ist dann die einzige Ausnahme, wo ich ihn verspätet strafe und ihn meinen Ärger auch wirklich spüren lasse. Ich wollte es selber nicht glauben, aber jetzt mit einem Alter von 3 Jahren versteht der kleine Mistkerl genau warum ich sauer bin! Ich geh auf "Augenkontakt" mit Ihm und erkläre Ihm äußerst forsch, dass ich dieses Verhalten nicht noch einmal dulde. Klar!! Er versteht meine Worte nicht, merkt aber das ich sauer bin und mir geht es auch besser! Der kleine Kerl wird je nach Situation an die Leine genommen und muss dann erst einmal eine Zeit "Fuss" gehen, wobei er ignoriert wird. Bei einem Terrier (oder sonstigen Jägern) denke ich sollte man die nächste Maßnahme ruhig anwenden. Nur hier muss der Hund schon eine "Granate" (Humphrey ist eine!!) sein! Rudelausschluss Ich schliesse Humphrey dann kurzfristig vom Rudel aus!!! Dies ist für ein soziales Lebewesen die härteste Strafe!!!. Dazu lässt man den Hund während der nächsten XXX Minuten nicht näher als max 3 m herankommen, bevor man ihm wieder einen Kontakt gestattet. Der Hund geht "hinter" dem Rudel!! XXX richtet sich nach dem Hund. Manche sagen 2 Minuten reichen. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass diese Aktion fast eine Stunde (berechtigter Weise) gemacht wurde. Kommt immer auf den Hund an und bei Humphrey habe ich das schon auch mal auf 15 Minuten ausgedehnt. Der Hund wird (wie beim Fuss vorher) ignoriert wenn er die Distanz einhält und verscheucht/weggeschubst, sobald er näher kommt! Er soll sich jetzt mal überlegen ob er seinen REIZ ausleben will oder ob er es lieber sein lässt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Pelzwurst das begreift!!! Das klappt natürlich nur wenn der Hund eine Starke Bindung an sein Rudel hat und die Nähe des Menschen sucht. Eine selbstständige "Jagdmaschine" geht dann wieder los. Was man dort tun kann??? Da fehlt mir die Erfahrung! Hat man allerdings einen sensiblen Hund kann es auch folgendes passieren: Entsetzen pur und in Zukunft extrem übersteigerte Anhänglichkeit. Nach dieser "harten Strafe" darf Hundi natürlich erst mal wieder ein bisschen Fuss gehen und dann etwas spielen und hin und her laufen. Ich freu mich dann, wenn er zu mir kommt und die "Fressmaschine" bekommt auch mal wieder ein Leckerchen. Er merkt dann "Oh Herrchen ist nicht mehr sauer" und verknüpft die Nähe wieder mit Spaß. Ausserdem macht so etwas mir auch mehr Spaß!!!!!!!!!!!!! All diese tollen Tipps sind aber wieder "wie immer" nur mit Geduld zu machen und es ist mit einmal ausprobieren nicht getan!
Die zweite Begleithundprüfung September 2005
Tja, 2005 wollte Annette mit der Rakete auch die Prüfung machen. War eigentlich alles ganz entspannt. Humphrey war wesentlich sicherer. Nur ........ja nur, beim "rein rufen" dreht der Mistkerl ein kurze Kurve - pinkelt an den Zaun - und läuft weiter! Der Prüfer war ein bisschen sauer, aber da sonst alles prima war, lies er die Aktion durch gehen. So ist das halt, der kleine Mistkerl nimmt Annette doch nicht so ganz ernst! Immer noch der kleine Jäger und was sonst so los ist!
März 2006
Jetzt in 2006 ist das Team Annette & Humphrey wirklich gut geworden! Er hört fast immer genauso gut auf Annette wie auf mich. Nur wenn ich dabei bin, wird es für Frauchen etwas schwieriger! Was wir nicht weg bekommen, was wir nie weg bekommen werden und auch nicht weg bekommen wollen: Ist der angebohrene Jagdtrieb! Wenn mir heute einer erzählt, sein Hund jagd nicht und dann ist das noch ein Terrier und zur Steigerung ein "RUSSELL", dann frag ich Ihn ob er den Hund mit Schlaftabletten bedröhnt! Bei Humphrey hat sich das auf Spuren lesen und volle Attacke durch den Wald donnern begrenzt. Er "geht" maximal 100 Meter weg und kommt dann zurück. Eine Jägerin die mit Russells arbeitet erzählte mir, dass gerade das viele Jäger begeistert. Man muss nicht Stunden am Ende der Jagd auf die Hunde warten. Humphreys Attacken dauern max. 1-2 Minuten und er ist in Sichtweite. Ansonsten ist der Kerl nicht mehr aus unserem Leben weg zu denken. Man redet in genzen oder halben Sätzen und der Hund macht (meist) was man will. Die Phase: "komm her und hol Dir ein ab" = Prügelphase ist auch vorbei. Grossen Hunden geht man aus dem Weg und sonst wird sich nur geprügelt wenn der andere Hund es nicht begreift. Aber das ist eben Terrier. Ich bin immer erstaunt wie man die Signale beobachten kann die ein Hund aussendet wenn ein anderer Hund kommt. Agility macht immer noch viel Spaß, Ausbildung wird in kleine Portionen gemacht und Annette will jetzt mit Humphrye die Fährtenprüfungen machen. Wir werden berichten. So richtig fertig wird der nie
August 2006
Aber es macht halt riesig Spaß! Ich vertrete ja schon die Ansicht: Das sind Überraschungshunde! Immer wieder mal ne neue Schote drauf! Plötzlich sind in unserem Naherholungsgebiet die Autos doof. Die werden verfolgt und denen wird dann lautstark erklärt, dass Sie doch bitte zu Fuss gehen sollen. Dafür hat er jetzt das mit der Jagerei richtig gut drauf, Witterung aufnehmen, kurzer Seitenblick zu Herrchen oder Frauchen und wenn die pennen = ATTACKE!!!! OK wir drehen zwar nach dem zweiten oder dritten Pfiff um, aber was passen die Beiden auch nicht auf! Nein es macht mir (uns) wirklich Spaß und ich bearbeite meine Chefin immer wieder um das Rudel zu erweitern! Aber dann passieren halt so Dinger wie das folgende. Zum Glück ist das mir (Norbert) passiert und nicht Annette: Humphrey hatte nach langer Zeit mal wieder eine Schlacht und diesmal wirklich Schuldlos. Das ging nur plötzliches auftauchen "kurzes knurren" des anderen Hundes und zack stürzt sich diese Granate auf Humphrey. Da Humphrey nun mal ein Terrier ist und sich nicht unterwirft (ich glaub auch nicht das dies bei dem anderen genützt hätte) musste ich eingreifen als das Gebelle aufhörte und die beiden Streithähne ruhig auf einander los gingen (so kurz vor killen). Ich ahbe so etwas auch noch ie erlebt und kenne es auch nur aus Schilderungen, aber das war wirklich ganz merkwürdig ohen ein Geräusch. Der andere Hundehalter hatte sich im sicheren Abstand postiert und guckte total entsetzt. Nach einer Weile hatte ich den anderen Hund (das war ein zwei Jahre alter Goldie!!!) an den Hinterläufen und sagte dem Hundehalter er solle mal meinen Killer da vorne abpflücken. NEIIINN das mach ich nicht! Also Goldie in den Klammergriff, langer Arm und Humphrey am Fell rausgepflückt. Das war das erste Mail das Humphrey richtig froh war, dass die Schlacht zu Ende ist. Die ganze Schilderung war bestimmt nur eine Sache von Sekunden, aber ich hab auch nur automatisch reagiert. Mein kleiner weisser Hund total voller Blut und ich den Kerl erst einmal im Bach abgewaschen. Dann musste ich dem anderen auch noch helfen seinen Hund untersuchen. Der Gipfel der Aktion war dann die Bermerkung des andere Hundehalter: Ach ich wollte nie eine Rüden haben! Verletzungen: Ich: Keine! Humphrey: linkes Ohr angeritzt, Kiefer beide Seiten leichte Macken, rechte und linke Seite leichte Schrammen, oberer Hals leichte Schramme! Die richtigen Macken sah man erst am nächsten Tag. Vor Ort habe ich das gar nicht gesehen. Goldie: Leftze aufgerissen, Ohr aufgerissen Das sind so Tage die ich wirklich nicht brauche. Danach dachte ich nur: Hoffentlich hat der kleine Kerl das vom Kopf her gut weggepackt! Aber er istzum Glück wie immer. Zu große Hunde die sich nicht sofort kommunikativ zu erkennen geben sind doff. Ich glaube das Alter (jetzt 4 Jahre) macht sich da schon bemerkbar. Jetzt am Wochenende (12.8.06) hatten wir ein grossen Treffen bei uns auf dem Hundeplatz. das Treffen geht auf die Initiative von Heike Schöngen (Sun Moon Stars) zurück. 60 Terrierverrückte mit der gleichen Anzhal von Hunden. Ein paar grosse Hudn edabei und alle Hunde auf einem Spaziergang frei. Es war einfach wunderbar. Dann noch ein schönes Spaßturnier auf dem Hudneplatz und ordentlich hundeln.
Das verstehen nur Hundemenschen!
