Am 10. März 2007 haben wir mit
Tulip und Humphrey unser kleines Rudel bekommen!
Was wir so alles erleben, finden Sie hier. Die aktuellen Berichte sind immer
hier am Anfang!
08.04.2008:
Wir sehen jetzt *WIRKLICH* Land! Das Leben kann so einfach und schön sein!
Tja, ich/wir mussten erst einmal ein paar Dinge sacken lassen:
- die Jagerei wurde einfach nicht besser
- die Bellerei wurde einfach nicht besser
- und dann der Brüller, ein Jogger gebissen!!!!!
Aber mal der Reihe nach. So im Herbst ging es eigentlich ganz gut, wir haben ja auch Geduld. Aber mit Humphrey wurde es immer schlimmer. Er war ganz einfach gesagt: NOTGEIL!!!!!
Es gab nichts mehr was Ihn interessiert hat! Total verändert! Er wurde dann auch noch so gaga, wenn er auf einer Schnüffelspur war, das war eigentlich immer, dann hat er die Welt nicht mehr wahrgenommen. Nichts mehr mit einem freundlichen: "Komm hier" Sondern nur noch brüllen, sonst kam da nichts an.
Wenn er in seiner Geilheit dann noch plötzlich gestört wurde, dann wurde er richtig sauer! Andere Rüden ging gar nicht mehr. Ich war nur noch auf dem Sprung und auch etwas angespannt. Das hat sich dann auch auf Tulip übertragen.
War also nicht so ganz einfach. Das ganze gipfelte dann in der Aktion, dass die Beiden Annette vor einem Jogger beschützt haben!
Annette wurde von einem Jogger im Wald wirklich auf übelste bedroht und hatte die Hunde an der Leine. das ging so weit: Wenn Sie jetzt noch näher kommen, lass ich die Hunde los! Sie hatte wirklich Angst!
Ein paar Tage später war Annette wieder unterwegs. Dann kam ein Jogger angelaufen und es war ein alter Freund von uns den wir lange nicht gesehen hatten! Sehr laut und auch etwas schissig vor Hunden!
Er also auf Annette zugelaufen, laut Annette begrüßt und Sie sofort in den Arm genommen!!!
ZACK!!!!! Oberschenkelbisswunde & Unterschenkelbisswunde!!!!!
Es ist soweit nichts nachgekommen, aber nach vielen Telefonaten habe ich von dem alten Freund nichts mehr gehört. Ich habe oft angerufen, aber jetzt ist die Freundschaft wohl abgekühlt!
Jeder sagte uns: Na und die Hunde wollten Dich beschützen. Aber das war trotzdem ein Schock.
Wir brauchten bestimmt ein viertel Jahr um wieder *normal* durch den wald zu kommen und nicht bei jedem Jogger die Schnappatmung zu machen.
So ab Mitte Januar wurde es besser und irgendwie wurden die Hunde auch besser. Dann kam der große Schritt: Nach langen Gesprächen mit Freunden, lesen und dem Tierarzt auf die Nerven fallen, haben wir Humphrey von seiner Notgeilheit befreit = EIER AB!!!
Heute muss ich sagen, hätten wir das schon vorher gemacht. Das sage ich, der totale Kastrationsgegner!!!!
Ich bin immer noch gegen die Kastration aus Erzeihungsgründen, aber wenn so ein kleiner Kerl nichts mehr von der welt wahrnimmt..... Das Beste habe ich von unserer Tierärztin gehört: Dann wollen wir dem tollen Kerl mal das Leben wieder lebenswert machen!
Das stimmt! Humphrey hat mit seinen über fünf Jahren nichts an seiner Schärfe, Substanz, Rüdenhaftigkeit oder was auch immer verloren. Er ist nur jetzt wesentlich aufmerksamer, spielt wieder, macht gerne Agility und ach ja..... ;-)
Er weiss auch wieder das er ein Jagdhund ist!!!!!
Allerdings läßt und lies er sich ja immer gut abrufen! Die ganze Jagerei ist eh sehr gut geworden. Tulips Ausflüge sind wenn überhaupt da, sehr kurz geworden.
Gehetzt hat die alte Maus ja nie. Das Bellen von Tulip wird auch immer weniger....
Wie kommt oder kam das????
Einfache Antwort: Einfach etwas mehr Gelassenheit und Ruhe und schon klappt es auch mit den Hunden!
- Wir gehen jetzt wieder mit vielen Freuden und Hunden spazieren
- Bekommen keine Schnappatmung mehr wenn Jogger oder Biker vorbei kommen
- es ist uns egal wenn die Leute sagen, och die ist aber giftig, wenn Tulip mal so ein Tag hat
- wir passen cool und locker auf und achten darauf was die Hunde machen
- wenn es zu heftig oder wusselig ist, kommen die Beiden eben kurz an die Leine
Wir hoffen wir haben Humphrey & Tulip noch viele Jahre an unserer Seite!!!
20.09.2007:
Das erste Mal mit Beiden joggen!!
Heute war es soweit, Beide das Sabro Geschirr um und los ging es.
Hat super geklappt, olle Tulip musste dran bleiben und konnte weniger revieren und Humphrey ist ja eh ein Jogger.
Es hat besser geklappt als erwartet!! Allerdings haben wir Tulip auch letzte Zeit etwas mehr gewähren lassen, soll heißen, Sie durfte mehr vom Weg.
Das hat merkwürdigerweise zur Folge, dass die kleine Maus schneller zu uns kommt und Sie max 10-20m in den Wald geht und dann uns parallel zum Weg folgt. Flüchtendes Wild ist dabei total uninteressant, nur die Nase am Boden.
Hundebegegnungen waren beim joggen echt entspannt, bis .... ja bis ECO kam.
RiesenRiesenSchnauzer, Rüde, drei Jahre alt und Humphrey´s Feind. Beruht volle Kanne auf Gegenseitigkeit. Der Hund ist im Schutzdienst bei einem Polizeihundeführer. Aber wenn der Humphrey sieht dann nützt auch der Polizeihundeführer nickx mehr!!
Ich hatte die Beiden soweit, dass Sie vor jeder Kreuzung oder Kurve auf ein kurzes Zurück hinter mir liefen! Aber was nützt das wenn man abbiegt und der Läufer (Polizeihundeführer) ist ein Meter vor einem und ECO zwei Meter dahinter! ATTACKEEEEEEEEEEEEEEEEE
Polizeihundeführer voll dazwischen und am rumfuchteln "**?%&$§$%&/&/(/&%%$$§"
Ich guck mir das so an und nur aus einem Reflex heraus brüll ich: " Lassen Sie den Hund los!!!"
Und ZACK einmal noch kurzes Proll-Schnüffeln von Humphrey und wir konnten die beiden Racker zu uns rufen. OK, Tulip bellte sich die Seele aus dem Leib, aber das juckte die beiden Rüdemänner nun mal gar nicht.
Jetzt muss ich dazu sagen der Polizeihundeführer kennt Humphrey und ist total begeistert von Ihm. Er meinte ich hätte ein schnelles Auge und Humphrey ja wohl ein Löwenherz. Ab heute nennt er Ihn Löwenherz. Wir konnte uns gut unterhalten wenn die Rüden einen Respektabstand von 2-3 Meter hatten.
Als Polizeihundeführer aber dann noch auf Humphrey zuging um Prinz Löwenherz zu streicheln, war bei ECO Schluss. Er verlies sein Platz und wir mussten die Beiden erst einmal beruhigen.
Alles in allem mal eine "echte" Hundebegegnung!
Jetzt liegen meine Beiden hier rum und pennen. Tulip denkt bestimmt: Wo bin ich nur hier hin geraten!
Morgen geht es mit Hundefreunden (sechs Menschen und vier Hunde) vier Tage in´s Sauerland zum wandern.
10.09.2007:
Was ist alles seit dem letzten Bericht passiert und wie fällt die Halb-Jahres-Bilanz aus?
Abgesehen von dem wunderschönen Urlaub im Wallis bei dem sich beide Hunde auch gut gemacht haben hatten wir doch auch so unsere Probleme.
Aber alles der Reihe nach. Die Bellerei von Tulip ging so, was wirklich nervte war die Jagerei. Was heisst Jagerei?
Die kleine Maus hetzt ja nicht, die reviert eben. Am Anfang eines Spazierganges geht es ab in den Wald, zwei drei Minuten selbstständige Nasenarbeit und danach war eigentlich alles klar. Aber es passt uns und vor allen mir gar nicht.
Also wurde so ein Erziehungshalsband mit Wassersprühstoss gekauft. Das richtig gute mit ordentlicher Reichweite. Im Urlaub hat uns jemand auch gezeigt wie man damit umgeht und los ging es.
Tulip geht also ab, ich ruf ZURÜCK und nichts passiert. Also Sprühstoss! Jetzt ging es erst richtig ab!!! Tulip wurde ja von dem Sprühding
von unten angesprüht. Also kam die Attacke aus dem Boden. Was macht der Terrier er beisst wie bekloppt in den Boden und bellt dabei.
Man kann und konnte Tulip vom Jagen zwar abhalten, aber zwischen auf dem weg ist es besser als im Wald oder wenn der Zweibeiner ruft muss ich
zurück fand nie statt. Je mehr gesprüht wurde je wilder wurde der Terrier!!
Also zurück zur guten alten Methode zwischen Grundgehorsam, viel Abrufen und Leckerchen.
Jetzt ist es soweit, wenn wir früh genug dran sind und die Signale erkennen bleibt die Granate auch bei uns. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, das das Jagen nie auch Ihrem Kopf verschwinden wird und das soll es auch nicht. Wenn Sie jetzt los zuckelt, bleibt Sie auf Sicht und macht nur einen kurzen Ausflug von 3-5 Minuten und das gönnen wir der alten Dame auch an selbstständiger Nasenarbeit.
Die Bellerei sollten wir auch mit ganz viel Leckerchen in den Griff bekommen. Wir haben dazu eine sehr gute Hundeschule (Die Pfotenakademie) hier bei uns in der Nähe besucht! Die Ideen waren wirklich Klasse, allerdings haben wir auch festgestellt das bei aller Leckerchentour auch zwischenzeitlich eine klare Ansage erfolgen muss. Vor allen dann wenn man das Gefühl hat man wird vereimert von dem Hund.
Das es besser wird bestätigen uns alle Leute und darüber sind wir sehr froh!
Wie der geneigt Leser jetzt merkt, ich schreib nur über Tulip!!! Das war unser Fehler!! Der kleine Prinz Humphrey, seinerseits ja ein sehr starker Rüde, fühlte sich etwas vernachlässigt. Was macht dann so ein selbstständiger Terrier? Er regelt sein Leben!
Das äusserte sich darin, dass Humphrey auf einmal wie bekloppt Jogger und Radfahrer jagte!!!!
Dieses Verhalten trug nicht besonders zu unserem Wohlbefinden und zu einem ordentlich Zusammenleben mit der Bevölkerung bei.
Humphrey hat ja schon immer mal gegen den 25 Jogger oder 43 Radfahrer (die Zahl schwankte) was gehabt, aber so schlimm war es nie!
Somit mussten wir unsere Ansprachen (Lob wie Tadel) jetzt wieder etwas mehr auf beide Hunde verteilen. Ausserdem hatten wir ja noch das
Sprühhalsband!!! Jetzt war also Humphrey dran!
Bei Humphrey hatte das Sprühhalsband eine ganz andere Wirkung. Wo Tulip sich es sich gar nicht vorstellen konnte, das ihre beiden Dosenöffner so etwas komisches mit Ihr machen konnten, war für Humphrey von Anfang an alles klar!
Ein einziger Sprühstoss und Humphrey hatte es sofort verstanden, dass die AKtion blöd war und das das irgendwie wie Herrchen zusammen lag.
Es war wirklich erstaunlich wie einfach Humphrey damit zu steuern war und zur Zeit mache ich Ihm das Ding einfach nur um wenn ich mir etwas unsicher bin.
Humphrey folgt jetzt wieder so gut, dass man mit ihm nicht angeleint mitten durch den Wald ziehen kann und er sich wirklich auf seinen Menschen verläßt! Aber auch auf Ihn kann man sich super verlassen. Er zeigt immer sauber an wenn er was sieht und fragt dann nach ob er es checken kann!
Es ist einfach Klasse. Tulip ist da (noch) etwas forscher, hält aber auch immer Blickkontakt und checkt ob diese oder jene Aktion oK ist!
Ansonsten stellen wir halt immer mehr fest das wir schon gar nicht ohne die Beiden können, aber auch wenn man mal was nur mit einem Hund macht, vermisst der andere seinen Partner. Am auffälligsten ist dies in der Wohnung.
Tulip bekommt einmal die Woche ja Ihr eigenes Training wegen der forschen Bellattacken! Ich geh dann meist mit Humphrey laufen oder mach einen ausgiebigen Männerspaziergang! Aber Humphrey sucht dann doch zeitweilig seine Partnerin wenn es um Aktion geht.
Das Zusammenleben der Beiden ist wirklich sehr interessant zu beobachten. z.B:
Wenn es um irgendwelche blöden Liegeplätze geht, die ja reichlich vorhanden sind.
Humphrey gewinnt bei solchen Sachen nur durch Beharrlichkeit. Der moppert so lange an Tulip rum, bis Sie hinter Ihm her ist. Dann eine schnelle Kampfkurve und zack liegt er da. Wenn er dann da liegt, dann kannst Du mal Humphrey erleben. So ein tiefens Knurren aus 10 KG Hund ist schon beachtlich. Tulip dampft dann auch ab. Das ist aber auch nur an zwei Plätzen bei uns in der Wohnung der Fall. Das sind halt Humphrey Lieblingsplätze und da kennt er kein Pardon. Tulip andererseits ist so eine Mistbacke, der siehst Du es richtig an wenn die auf den Platz zusteuert, dass es jetzt wieder ab geht und sie Humphrey wieder mal ein bisschen stressen muss.
Ansonsten gewinnt immer noch der, der irgendetwas zuerst hat. Das haben die Beiden gut im Griff. Draußen ist fast immer Humphrey der Winner. Meist ist er eh schneller und wenn lässt Tulip sich auch immer noch schnell von irgendwelchen Sachen (meist Gerüchen...) ablenken.
Der Brüller ist abends wenn die Beiden entscheiden: So genug rum gelegen, draußen waren wir auch wir wollen jetzt in´s Bett. Dann stehen BEIDE ganz dösig im Flur und gucken abwechselnd zur Schlafzimmertür und dann zu uns!
Also Tür auf! Tulip düst dann ums Bett, damit Humphrey nicht vielleicht auf die Idee kommt, und haut sich dann in Ihr Körbchen. Einmal noch gucken und zack: eingeschlafen. Humphrey dann total erhaben in seinen Korb und macht das etwas gemütlicher.
Was olle Humphrey aber zeitweilig immer noch macht, er entert nachts mein Bett!!! Springt gaaanz vorsichtig (das merkt man wirklich nicht) unten an das Fußende und pennt da weiter. Tulip interessiert das nicht. Es würde auch keiner merken, wenn der Dussel nicht dann nachts auf dem Rücken liegen würde und schnarcht! Davon wirst Du allerdings nicht wach , aber spätestens wenn er sich im Schlaf auf die falsche Seite rollt und RUMMSSS aus dem Bett fällt. Ich muss dazu sagen ich hab die Betten selbst gebaut und die sind 60CM hoch plus noch ein bisschen Matratze!
Langeweile gibt es also nie bei uns! Meist ruhen die Beiden sich aus um dann wieder voll beschäftigt zu werden. Es sind halt keine CouchRumLiegeHunde, die brauchen immer was für den Kopf und auch ordentlich Bewegung.
jeden Tag wird immer irgendetwas geübt und wenn es blöde Unterordnung ist. Beim Agility ist dann wirklcih Arbeit angesagt. Humphrye ist wieder so fit, das er dreimal den Trainingsparcour (meist) ohne Fehler schafft. Selbst Tulip mit ihren über acht Jahren hat Spaß am Agility und bekommt jetzt schon einige Hinterniskombinationen auf die Kette!
Es also wirklich so: Zwei ist mehr als Einer! Mehr Arbeit! Mehr Sorgen! Aber auch viel mehr Spaß, Freude und man bekommt soviel zurück, dass wir wir es wirklich geniesen. Bessere Freunde findet man nicht!
Wir würden Tulip & Humphrey nicht mehr her geben!!!
27.05.2007:
Tja, die Bellerei ist nicht mehr so ganz heftig, aber immer noch vorhanden. Da braucht Mensch doch Geduld. Langsam ist Tulip auch sicherer, Sie geht doch immer mehr auf Spur. Zwar nur 2 - 4 Minuten, aber dem Mensch kommt das doch lang vor. Dann kommt Sie freudig wieder.
Was total schrill ist, Humphrey hört total klasse und ist ruckzuck wieder da. Dann kann man noch einen drauf setzen: HUMPHREY, such Tulip!
Der kleine Kerl donnert dann wirklich los und kommt mit Tulip wieder!!!!!
Sind schon zwei Irre.
Agility macht immer mehr Spaß mit Tulip, Humphrey der alte Hase macht das dann immer vor und Tulip soll es nach machen.
Nächsten Monat geht es erst einmal ab in die Schweiz. In´s schöne Wallis zum Wandern mit anderen Hundemenschen. Das wird bestimmt sehr schön und wir werden berichten!
30.04.2007:
Es macht wirklich Spaß. Ich hab sogar Zeit die Internetseite OnLine zu setzen!
Die beiden Hunde rein rufen ist selbst am Wild kein Stress mehr. Ich bin selbst überrascht.
Diese Machobellerie von Tulip ist allerdings immer noch da. Alle sagen zwar es ist schon weniger geworden, aber wenn man das jeden Tag hat nervt das schon ein bisschen.
Es ist aber wirklich so, dass Tulip nur so für 15-20 Sekunden die Welle macht. Wenn dann keiner reagiert ist das für Sie langweilig und Sie hört auf.
Man hat halt nur immer Angst, wenn der andere Hund jetzt mal nicht so cool ist oder nur bellt.......
Aber auch das bekommen wir noch hin.
13.04.2007:
Tja, was ist in der letzten Zeit passiert?
Tulip ist einmal von einer Boxerhündin verrollt worden. Tulip hat die Angewohnheit immer auf andere Hunde zu zulaufen und ordentlich zu bellen.
Nach dem Prinzip: Hier bin ich und Ruhe ist! So die alte Rudelchefin steckt eben noch drin.
Es wird zwar schon besser, aber der Boxerhündin hat es da gereicht. Ich musste nur den Rumpelrüden Humphrey aus der Schlacht ziehen und dann ging das ein paar Sekunden und Tulip zog sich dann devot zurück. War eine ganz normal Hundeauseinandersetzung.
Wir sind oft auf dem Hundeplatz, zum spielen und auch zu trainieren. Vor allen Dingen die Begegnungen, damit die Bellerei aufhört oder nachläßt.
Wenn Tulip merkt, ah meine Zweibeiner reden mit den Leuten, dann ist das oK. Ich kann das bellen selbstverständlich auch sofort unterbinden, aber erstens habe ich nicht immer Bock den Macho zu spielen und zweitens denke ich, wenn Tulip selbst merkt das dies nicht so schlimm ist, festigt sich das auch.
Im Kommando steht Tulip sowieso Klasse und seit dem Tulip da ist, hört Humphrey noch besser. Schleppleine ist bei uns kein Thema mehr, bis auf die Brutstellen der Enten. Da muss Tulip an die Leine, die alte kleine Jägerin! Man kann Sie zwar, wie auch Humphrey, super am Wild abrufen, nur wenn Brutzeit ist muss das ja nicht sein.
Da Tulip aus der Jagdausbildung kommt gehen solche Sachen wie HIER, Vorsitz, Apport ... sehr gut, aber diese BH Aktionen wie FUSS (in edel), Hund auf Fuss nehmen, kehrt....sind nicht so Ihr Ding.
Gestern war ich dann beim BH Training!
Ich schon mal vorab: Die kann nichts!
Die Trainer grinsen sich ein!
Dann ich auf den Platz und da kam die Überraschung. Die kleine Maus hatte es sehr schnell raus was ich von Ihr wollte und wir haben dann bei den Fortgeschrittenen mit trainiert. Das ist der ganz klare Beweis, auch ein alter Hund kann noch was lernen. Tulip hatte sogar richtig Freude am Training. Klar es gab SUPER FLEISCHWURST!
Aber egal, es macht sehr viel Spaß und wir werden so ab und an mal beim Training vorbei sehen.
Vor allen Dingen merkt Tulip auch, dass andere Hund auch nicht alle doof sind und angebellt werden müssen.
04.04.2007:
Dann wollen wir mal so einen ganz normalen Terriertag in einem Minirudel schildern.
Am letzten Montag (das Wetter war ja super) bin ich nachmittags mit Tulip und Humphrey los.
Erster Beschluß: Schleppleine bleibt in der Rückentasche, Tulip darf so laufen!
Also rein in unseren Wald und die Hunde los gemacht!
Nach einer kurzen Rennattacke und einem Rufen meinerseits, waren die Beiden auch sofort bei mir. Superhundis!!
Dann auf einem Stück in dem immer viel Wild ist:
- Nase hoch
- 2,5 Millisekunden später: Humphrey rechts ab in den Tannenwald und Tulip links ab in das Unterholz
- aaahhhhh...... Pfeife raus und ordentlich rein gepustet mit folgendem ZURÜÜÜÜCCCKKKKK!!!!!
- Aha Humphrey kam angedonnert
- banger Blick nach links ........... nur Geraschel im Unterholz
- eh ich noch mal pfeifen konnte,, meinte Humphrey:
- Watte, ich guck mal wo Die is und zack auch in das Unterholz
- Pfiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifffffffffffffffffffffff
- aber da waren Beide schon auf dem Rückweg
Ich meine Hunde zugeschwätz:
Sie möchte doch jetzt bitte bei mir bleiben......
Das ging dann auch, aber dann kamen wir in die Nähe unserer Kaninchenpopulation zusätzlich näherten wir uns den Teichen auf dem zur Zeit die Enten brüten wollen.
Also Hunde ran geholt, Schleppe an Tulip ran und Humphrey irgendwelche Repressalien angedroht wenn er sich auf die Jagd machen will.
Wirkt bei dem Racker ganz gut!
Dann hatten wir ein paar schöne Hundebegegnungen, bei denen ich Tulip auch von der Schleppe gemacht habe und die wie die Irren gespielt hatten.
Danach waren wir noch an den Teichen und dort ging es bei genügend Beschäftigung (schwimmen, Stöcke holen, sich streiten )auch ohne Schleppe. Alles in allem bis dahin ein wunderschöner Tag.
Nun hatte ich meiner Mutter versprochen (ich bin ein guter Sohn ), Ihr ein paar Zweige zu Ostern aus dem Wald mitzubringen. An den vielen Bäumen die hier rumliegen (Kyrill läßt grüßen), sind noch so viele Triebe dran, das lohnt sich!
Nach einer Zeit fand ich das gesuchte Objekt der Begierde! Hundis an die Leine und an einer Wurzel festgemacht. Ich hatte kein Bock an diesem Baum rumzuschnippeln und gleichzeitig zu gucken wen die Beiden gerade jagen oder fressen wollen.
Auf einmal entschließt sich Humphrey mal wieder aus einem Gemisch von Sexueller Begierde, Ersatzhandlung und Rüpelverhalten
auf Tulip aufzureiten. Das geht max. für zwei Sekunden!!! Dann wurde Humphrey erst einmal ordentlich von Tulip verrollt!! Allerdings, wenn Beide an der Leine sind ist das auch nicht lustig. Ich also so ein dicken Knüppel in Richtung der Hunde geworfen und um Ruhe gebeten. Na also, geht doch!
Ich widmete mich wieder meiner Schnippelarbeit! Dann war ich so ca. 20 Meter von den Beiden weg und die Hammerkranken haben nichts besseres zu tun als zu buddeln und sich gegenseitig mit Dreck zu beschmeissen. Da beide Hunde nass waren, sah das super aus. Ich dachte oK: Duschkarte für Beide!!
Als ich diese blöden Zweige endlich hatte und näher kam hat mich fast der Schlag getroffen!!!
oK die Beiden waren dreckig, aber der Dreck lebte teilweise:
ZECKEN ohne ENDE!!!!
Scheinbar war dort an der Wurzel ein Nest!
Jetzt wurde es richtig lustig! Als erstes hab ich mir Humphrey geschnappt oder besser gezogen. An einen andere Baum gebracht, mein Leatherman (Supertool mit Säge) raus und mit dem Sägeblatt den Hund von den Zecke befreit, also gekämmt. War fast so etwas wie eine Schnelltrimmung!
War das ein Mist!! Nach ca. 3-5 Sekunden juckte es mir auch überall!!!!
Als Humphrey dann so halbwegs frei von den Viechern war, hab ich Ihn wieder an eine andere Stelle gebracht und festgemacht. Dann wurde Tulip dieser Tour unterzogen. Auf dem Rückweg zum Auto hab ich immer wieder mal so ein paar Mistviecher von den Hunden genommen.
Was dann noch besonders toll war, ich musste ja noch mit dem Auto zu meiner Mutter. Die blöden Zweige hätten ja warten können, aber die alte Dame muss auch so noch etwas versorgt werden. Also blieben die Hunde in der Box.
Wieder zu hause, erst mal die Hunde hoch, ab in´s Badezimmer und beide in der Dusche eingesperrt. Dann wieder runter und die Boxen sauber gemacht.
Wieder rauf und die Hunde geduscht und noch einmal ordentlich abgesucht.
Ein paar Einwohner hatten die noch. Aber ich war wohl so gründlich, dass bis heute keine Zecke gebissen hatte und ich auch keine weitere in der Wohnung gefunden hatte.
Die Beiden haben bis auf weiteres Buddelverbot, wenn ich nicht vorher die Stelle kontrolliert habe!!!!
28.03.2007:
So jetzt ist langsam wieder Licht zu sehen.
Zuerst einmal muss ich mich outen: HUMPHREY durfte bei uns im Bett schlafen!!!
Das ging jetzt nicht mehr. Der arme Kerl wurde also in der ersten Nacht recht rüde von mir in sein Körbchen verwiesen. Das war schon ein Akt.
Erst schleppen wir einen zweiten Hund an, dann darf er nicht mehr in SEIN Bett!!!
Das volle Programm: WINSEL..... neuer Sprung in´s Bett...wieder raus geflogen ........u.s.w.
Um ca. 01:00 Uhr sind wir Beiden dann wohl ermattet einschlafen!
Aber ist war total erstaunt, am zweiten abend machte Humphrey zwar noch ein zwei Versuche aber seit dem ist das SEIN KÖRBCHEN und ich muss gestehen, ich finde es auch angenehmer ohne Hund im Bett!!
Zu hause ging es wirklich gut. Die kleine Zicke hat zwar Humphrey immer wieder von seinen Liegeplätzen verscheucht, aber was so ein Rüde ist der macht auch bereitwillig Platz!
Wenn wir allerdings das Gefühl hatte das geht in die Richtung mobbing, dann haben wir das unterbunden.
Richtig gekracht hat es noch nicht und ich glaube das wird es auch nicht.
Wer ist der Chef bei den Vierbeinern???
Das kann man nicht so genau beantworten. Zu hause ist Tulip was, wie geschildert, die Liegeplätze angeht eigentlich immer Sieger. Bis auf Humphrey´s Körbchen oder die absolute *Verbotene Zone* = MEIN SESSEL!
Draußen beim spielen, wenn Humphrey dann so richtig sauer ist und Tulip das Ding (Dummy....) haben will, dann gibt Tulip auf.
Also die Grenzen sind etwas verschwommen hier, aber das ist oK.
Das einzige was wirklich nervte, sind Humphrey´s Aufreitversuche bei Tulip. Die werden dann selbstverständlich von einer acht Jahre alten Zuchthündin SOFORT unterbunden. Allerdings ist Humphrey eben auch ein Terrier der gibt nicht auf!
Wir dachten anfangs es ging hier nur um Sexualtrieb. Aber bei genauer Beobachtung stellten wir fest, dass es mehr Reviergehabe war. Humphrey machte das nur wenn er der Meinung war, das Tulip etwas mehr durfte-hatte-bekam als er. Sicher war da auch etwas Sexualtrieb oder Ersatzhandlung drin, aber hauptsächlich KRAFTPROTZ!
Ich schreib schon in der Vergangenheit, denn es wird immer weniger und wir unterbinden dies auch wenn es uns angemessen erscheint oder wenn es uns oder auch Tulip zu sehr nervt!
12.03.2007:
Im Moment fehlt uns die Zeit zum schreiben, es ist doch sehr aufregend von einem Ein-Hund-Besitzer, auf einen zwei-Hund-Besitzer zu wechseln.
Aber versprochen die Berichte werden folgen.
